Ariana Grande - Positions

Ariana Grande ist wirklich fleißig: Im Sommer 2018 hat Ariana Grande ihr Album „Sweetener“ herausgebracht, auf dem u.a. „No Tears Left To Cry“ drauf ist. Nur ein halbes Jahr später hat sie ziemlich überraschend ihr nächstes Album „Thank u, next“ veröffentlicht und JETZT ist einfach schon ihr neues Album „Positions“ rausgekommen. 

Obwohl Ariana Grande erst letztes Jahr ihr fünftes Studioalbum „Thank u, next“ veröffentlicht hat, kriegen ihre Fans anscheinend nicht genug von ihr. Erinnern Sie sich noch an das Gerede während der ersten Corona-Welle im Frühjahr? In einigen Medien wurde gemutmaßt, dass durch das erzwungene Beisammensein . Auf engem Raum würde es sich nicht nur leichter streiten, sondern eben auch leichter lieben lassen. Letzteres scheint bei Ariana Grande der Fall gewesen zu sein. Denn ihr neues, über Freitagnacht veröffentlichtes Album „Positions“ schreit förmlich nach Sex! In 14 Stücken windet sich die 27-Jährige durch rhythmischen Pop und zarten, teils funkigen R’n’B und Soul. Dazu haucht, seufzt, pfeift sie Zeilen über das Verführen und die Lust. Es ist Musik, die an Janet Jackson und Ginuwine denken lässt. Dass die aus Florida stammende Grande längst nicht mehr das süße, unschuldige Mädchen aus der Nickelodeon-Serie „Victorious“ ist, hatte sie spätestens mit ihrem letzten und fünften Album „Thank U, Next“ bewiesen. Auch ihre zahlreichen Auftritte und Kollaborationen mit und machten deutlich, dass Grande eine ernstzunehmende Musikerin ist. Auf „Positions“ geht sie nun in der Rolle der Femme Fatale auf, was ihr äußerst gut steht. Sie hat weder Hemmungen, sich als sexy US-Präsidentin zu verkaufen, wie in ihrer , noch als lüsterne Hausfrau, reizende Schwiegertochter und gefährliche Geliebte. Passend singt sie: „Boy, I’m tryna meet your mama on a Sunday, then make a lotta love on a Monday“ (Junge, ich treff’ deine Mutter an einem Sonntag, dann mache ich mit dir Liebe am Montag). In dem pumpenden R’n’B-Stück „Motive“ sinniert sie mit der Rapperin Doja Cat über das Flirten und das Gefühl, in Stimmung gebracht zu werden („Tell me why I get this feeling that you really wanna turn me on“). Die übrigen Lieder reihen sich mit und Ty Dolla $ign dazu ein. Für ihre unanständigen Songs braucht Grande die Rapper allerdings nicht. reimt und säuselt sie über Sexpraktiken, als wäre sie selbst einer. Mit ihrer beeindruckenden Vier-Oktaven-Stimme und den leicht vor sich hin tänzelnden HipHop-Beats schafft sie es, dabei nicht flach zu klingen, sondern immer noch wie Grande – eine neue Femme Fatale. Ob es der heimische Lockdown war, der sie zu ihren neuen Liedern inspiriert hat, bleibt fraglich. Ebenfalls, ob sie einen echten intimen Einblick gewähren oder nur zeigen, was Grande eigentlich gern hätte: dass sich die Hörer vorstellen, wie sie und ihr Partner Dalton Gomez, ein Immobilienmakler, leben. Wie dem auch sei: Die zweite Corona-Welle ist leiderda. Warum also nicht mal ein sexy Ariana-Grande-Album hören. Das sechste Werk von Superstar Ariana Grande bietet prächtigen R’n’B und Pop für zweisame Stunden.

Tracklist / Infos

01. shut up
02. 34+35
03. motive feat. Doja Cat
04. just like magic
05. off the table feat. The Weeknd
06. six thirty
07. safety net feat. Ty Dolla $ign
08. my hair
09. nasty
10. west side
11. love language
12. positions
13. obivous
14. pov


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