Tempel (No): Tempel

Tempel (No): Tempel

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Na, wenn es wegen des Namens mal nicht zu Verwechslungen kommen wird … Diese Tempel hier sind von Kevertak-Schlagzeuger Kjetil Gjermundrød gegründet worden.

Zur Realisierung seines Vorhabens, ein neues Kapitel seiner musikalischen Vitas zu begehen, zog er seine Geschwister Espen und Inge sowie Andreas Espolin Johnson heran, live lässt er sich mitunter von Drum-Kollege Jonas Usterud Rønningen vertreten.

Das Quartett bietet auf seinem Debüt sozusagen einen Querschnitt dessen, was derzeit so in seiner Heimat Norwegen bzw. dem weiteren skandinavischen Raum gespielt wird - Schweinerock in der Tradition der Backyard Babies oder von Gluecifer, ein wenig Extrem-Metal aus dem Vermächtnis der Kalkleisten der frühen 1990er und umso mehr Prog Rock, wie ihn die Nachbarn Motörpsycho seit Jahrzehnten feiern.

Alles zusammengeschnürt zu einem kraftvollen Paket, das gleichzeitig eine Hommage an Szene-Helden wie die HELLACOPTERS, MASTODON und ENSLAVED darstellt. Dass es sich bei den Musikern um Leute handelt, die sich von Kindesbeinen an kennen, hört man ihren Songs irgendwie auch an.

Tempels Material klingt bei aller stilistischen Vielfalt wie natürlich intuitiv entstanden. Die Gruppe hämmert sich unbekümmert durch neun fast ausnahmslos kompakte Lieder, die vor allem die Züge von Kjetils Hauptband tragen, aber trotz differenzierter Strukturen unmittelbarer wirken als jene. Am ehesten lässt sich "Tempel" auf seine spontane Art hin noch mit Kvelertaks Debüt vergleichen - Schreigesang, eingängige Hooks und viel Sludge- oder Punk-Aggression ('Uninvited', 'Afterlife'), dazu jedoch verspielte Melodien aus der traditionellen Hardrock- respektive Metal-Schule.

 

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